Schluss mit den Tor-Geschenken
Münsters Trainer Uwe Braun fordert vor der morgigen Partie beim SV Bonlanden II mehr Konzentration von seinen Spielern
Münster (tos) - „Für die Zuschauer war es ein wahnsinniges Spiel, für uns Trainer eine Katastrophe“, sagt Uwe Braun über das 5:5 beim VfL Wangen. Der Coach des TSV Münster erwartet vor dem Auswärtsspiel am morgigen Donnerstag beim SV Bonlanden II deshalb „mehr Konzentration im Defensivverhalten“.
Die Anfangsphase - wie bislang üblich - verpennte der TSV gegen den VfL Wangen nicht. Ganz im Gegenteil. Man führte erstmals in dieser Saison, brachte sich aber durch Leichtsinnsfehler selbst aus dem Tritt. „Keinem Gegner ist es in dieser Saison bislang gelungen, gegen uns ein Tor nach einer herausgespielten Kombination zu erzielen. Die Treffer resultierten aus unseren Leichtsinnsfehlern. Sicher geglaubte Bälle geben wir ohne Not wieder her und das wird bestraft.“ So sei es auch gegen Wangen gewesen, wobei er dem Neuling ein großes Kompliment macht. „Der VfL hat nie aufgegeben und sich letztlich den Punkt auch verdient.“ In Bonlanden soll aber Schluss sein mit Geschenke verteilen. Bonlanden sei mittlerweile wieder erstarkt und es werde ein schweres Spiel, aber „wir wollen dort auf jeden Fall etwas holen. Gelingt es uns, eine konstante Leistung 90 Minuten lang aufs Feld zu bringen, dann ist auf jeden Fall was drin.“ Personal gibt es beim TSV keine Probleme.Auch Michael Mährle, der Trainer des VfL Wangen, ist von dem 5:5 gegen Münster immer noch gezeichnet. „Ich dachte, ich brauche einen Herzschrittmacher“, lacht Mährle. Es sei unglaublich gewesen, wie viele Fehler beide Abwehrreihen gemacht hätten. Und dabei war gerade die Defensive mit ein Prunkstück des VfL in der Vorsaison. „Warum wir hinten derzeit so anfällig sind, weiß ich nicht. Es ist aber erkennbar, dass wir zu weit von den Stürmern wegstehen und das wird bestraft.“ Morgen muss der VfL zum Landesliga-Absteiger FV Zuffenhausen, der bislang nur einen Zähler auf seinem Konto hat und weiter vorne in der Tabelle erwarten wurde. „Es läuft beim FVZ nicht. Das müssen wir ausnützen und auch mal auswärts punkten. Am besten natürlich dreifach.“ Weiterhin fehlen dem VfL die verletzten Marijo Prskalo und Carmine Marvulli. Zudem fällt Ümit Arpaci aus - er muss morgen Abend arbeiten.
„Bei uns läuft derzeit alles schief“, sagt Gunter Wenninger. Nicht nur, dass es gegen Möhringen mit 0:3 nun schon die vierte Niederlage im vierten Spiel setzte. Vielmehr verlor die SG Untertürkheim auch noch Spielmacher Güner Bülent und Verteidiger Fatih Yilmazli mit Rot. Vor allem über die beiden Roten Karten wundert sich Wenninger immer noch. „Der Schiedsrichter hat einen rabenschwarzen Tag erwischt und uns völlig benachteiligt. Etwa so wie am vergangenen Samstag die Kickers gegen Nürnberg.“ Doch selbst mit neun Spielern sei die SGU konkurrenzfähig gewesen, wobei man im Abschluss erneut „unterirdisch“ war. „Wir haben uns massig hochkarätige Möglichkeiten erspielt. Aber wie wir versuchen diese reinzumachen, ist eine Katastrophe. Doch wenn man ordentlich spielt, wie wir das bislang machen, dann muss der Knoten irgendwann platzen.“ Und dies sollte schleunigst passieren, am besten gleich morgen im Heimspiel gegen die SG West. „West ist immer schwer zu spielen, aber wir haben ebenfalls Qualität und das muss sich nun in Ergebnissen widerspiegeln.“ Wer letztlich morgen versuchen wird den ersten Dreier einzufahren, bleibt noch offen. „Neben den zwei Rotsündern haben wir noch einige Verletzte und Urlauber. Aber wir werden auf jeden Fall elf Spieler aufbieten.“
Als „sehr, sehr schwer“, stuft Trainer Alexander Russky derzeit die Situation beim SV Gablenberg ein. Drei Mal in Folge gab es für die Gablenberger nichts zu holen und Russky wird den Eindruck nicht los, dass „es manchen Spielern derzeit an der Motivation fehlt, sie sich auf dem Platz nicht aufs Spiel konzentrieren.“ Mit vielen Einzelgesprächen versucht er der Situation Herr zu werden, muss aber eingestehen: „Bislang hat sich nicht viel geändert.“ Deshalb rechnet er sich morgen auf der Nachbaranlage - der OFK Beograd ist bei der Spvgg Ost beheimatet - kaum etwas aus. „Man muss realistisch bleiben. Beograd ist klarer Favorit.“ Zudem sieht die personelle Situation nicht rosig aus. Hintern den Einsätzen der Leistungsträger Martin Rücker, Manuel Wenninger und Mate Kothenz steht ein dickes Fragezeichen.
Der SV Grün-Weiß Sommerrain ist morgen spielfrei



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