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Partnerschaft mit Ujbuda

BAD CANNSTATT: Gute Beziehungen zu Budapest

(red) - Bei der EU-Konferenz in Budapest zur „Wertbeständigkeit in der Stadtentwicklung“ wurden Vorträge zur Erhaltung und Nutzung alter Gemeinschaftsgebäude gehalten. Thomas Jakob, Bezirksvorsteher von Bad Cannstatt, hat über den Denkmalschutz in Stuttgart und die Sanierung des denkmalgeschützen 520 Jahre alten Cannstatter Rathauses referiert.

Das historische Rathaus steht zum Teil auf einer Doline, weshalb sich das Gebäude senkt. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit Togir (Kroatien) als Teil des Weltkulturerbes, den Bauwerken in der Stadt Neumarkt am Mieresch (Rumänien) sowie der Ausstattung des Kulturzentrums von Ujbuda, dem elften Stadtbezirk von Budapest und Partnerstadt von Bad Cannstatt. Bürgermeister Gyula Molnar begrüßte die neue Form des Austausches und hob dabei die hervorragenden Beziehungen zu Bad Cannstatt hervor.

Bei einem Besuch der Kulturhauptstadt Pécs hatten die Teilnehmer des Treffens die Möglichkeit, von der Vizebürgermeisterin, Dr. Márta Kunszt, Details über die Veranstaltungen und noch nicht abgeschlossene Bauvorhaben zu erfahren. Thomas Jakob führte auch Gespräche mit Vertretern der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung in Ujbuda über realisierbare Projekte in den partnerschaftlichen Beziehungen der beiden Stadtbezirke.

Das ungarische Kulturinstitut in Stuttgart ergriff 1995 die Initiative zur Begründung einer Partnerschaft mit Stuttgart. Da die Beschlusslage des Gemeinderats neue Städtepartnerschaften nicht zulässt, kam vom Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt Stuttgart die Anregung, zwischen den beiden Stadtbezirken Budapest-Ujbuda und dem Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt eine partnerschaftsähnliche Verbindung einzugehen. Die beiden Stadtbezirke weisen im Übrigen die größten Mineralwasservorkommen in ganz Europa auf, wobei die Ungarn bei der Menge des Mineralwasseraufkommens die Nase vor den Cannstatter haben.

Im November 1995 besuchte eine Delegation Bad Cannstatts Ujbuda zur Vorbereitung der Aufnahme solcher freundschaftlicher Beziehungen. Im Mai 1996 fand dann der Gegenbesuch der ungarischen Delegation statt. Bei diesem Treffen wurde die Vereinbarung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit urkundlich besiegelt. Seitdem gibt es immer wieder gegenseitige Besuche und auch regen kulturellen Austausch und Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen.

 

Artikel vom 31.08.2010 © Eßlinger Zeitung

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