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Außenbecken wird gleich mitsaniert

BAD CANNSTATT: Arbeiten im MineralBad sind im Zeitplan - Saunabereich wird am 10. September wiedereröffnet

 
 
 
Rund vier Millionen Euro investiert die Stadt in das MineralBad Cannstatt. Gut 450 000 Euro davon fließen in den neuen Saunabereich, der am 10. September wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. „Wir liegen bisher mit allen Arbeiten gut im Zeitplan“, sagt Detlef Szlam­ma, Technischer Leiter bei den Kur- und Bäderbetrieben. Das heißt, dass die geplante Wiedereröffnung im Januar 2011 wohl eingehalten werden kann.

Von Uli Nagel

Eigentlich gilt das MineralBad als ein Ort der Ruhe und Entspannung. Momentan herrschen dort jedoch Dreck und ein Höllenlärm, den die Arbeiter mit ihren Sandstrahlern verursachen. Sämtliche Fließen sind bereits entfernt worden und der Beton wurde saniert. Erledigt ist schon seit einigen Wochen das neue Glasdach mit einer neuen, selbsttragenden Konstruktion. Der Vorteil dieser Lösung: Die Lebensdauer verdoppelt sich gegenüber der alten Seilkonstruktion auf 25 bis 30 Jahre. Neu ist zudem die gläserne Hülle. Die alte, zweifache Außenverglasung wurde durch eine energetisch hochwertigere Dreifachverglasung ersetzt. „Der markante Bau hat nicht gelitten, da die Fassadenfronten erhalten wurden“, so der Technische Leiter.

Doch bekanntlich beinhaltet das Sanierungspaket nicht nur ein neues Glasdach. „Die gesamte Unterkonstruktion der abgehängten Decke wurde ebenfalls schon entfernt und neue Leitungen verlegt“, so Detlef Szlamma. Und dort, wo einst die Whirlpools waren sind nur noch „Löcher“. Auch hier dürfen sich die Badegäste auf neue freuen. Keine Frage, das MineralBad erinnert eher an seine Bauphase 1993/94.

Auch das Außenbecken wird saniert

„Was die Badausstattung angeht, so wird man sich an das Konzept des Künstlers Helmut Pizzinini halten“, betont Szlamma. Doch im Gegensatz zu 1993 wird die Stadt heute die Kosten für die Edelfließen ganz alleine tragen müssen. Damals sorgte Pro Alt-Cannstatt dafür, dass über Spenden und Sponsoren das nötige Geld dafür hereinkam. Mit Erfolg, was sich heute auch noch an den Brunnen und besonders an der Venusskulptur im Freien nachvollziehen lässt. Pizzinini hatte sie eigens nach dem Vorbild einer Skulptur des städtischen Lapidariums nachbilden lassen.

Doch die Dame blickt momentan ebenfalls nur auf Baumaschinen und ein ziemlich kahles Becken. Ursprünglich hatte die Stadt vor, es samt dem Bewegungsbad zu einem späteren Zeitpunkt sanieren zu lassen. Allerdings verlief die Ausschreibung so günstig, dass das Außenbecken jetzt doch mit in das aktuelle Maßnahmenpaket aufgenommen werden konnte.

Endspurt heißt es dagegen auf der zweiten Baustelle im MineralBad. Denn für rund 450 000 Euro wird der Saunabereich auf Vordermann gebracht, saniert und neu konzipiert. Dort, wo einst der Empfang und ein großer Mitarbeiterraum waren, befindet sich jetzt ein großzügiger Massagebereich. „Der kann künftig auch von Nicht-Badegästen genutzt werden“, verrät Szlamma. Neu sind auch der Dampfraum mit Sternenhimmel, der jetzt doppelt so groß wie der alte ist, sowie eine Sole- und eine Erlebnisdusche. Hier kann der Saunagast zwischen Eis- oder Tropenregen wählen.

Sauna am 10. September fertig

Wo früher die Liegen für die Massagen standen, sind jetzt die neuen Warm- und Heißlufträume (50 und 70 Grad Celsius) mit Blick auf den Kurpark. Dieses so genannte römisch-russische Konzept ist etwas ganz Besonderes im MineralBad und gibt‘ s in Stuttgart nur noch in Heslach - allerdings viel kleiner. Auch der Abkühlbereich erhält ein anderes Gesicht, denn sämtliche Trennwände sind verschwunden. Kommt nichts mehr dazwischen, so soll die Wiedereröffnung am Freitag, 10. September, über die Bühne gehen. 3,1 Millionen Euro für das Leo-Vetter-Bad (2009) und 2010 knapp vier Millionen Euro für das MineralBad Cannstatt. Doch die nächste Millionen-Investition der Kur- und Bäderbetriebe wirft bereits ihren Schatten: Denn mit der Sanierung der Warmbadehalle im Leuzebad für rund 2,1 Millionen Euro wartet bereits die nächste Großmaßnahme. Vor allem Decke und Fassade müssen dort saniert werden. Und im Zuge des Maßnahmenpakets soll im gleichen Atemzug ein neues Warmsprudelbecken für rund 800 000 Euro gebaut werden. Der Zeitpunkt steht noch nicht definitiv fest, doch der Badegast muss mit einer rund sechs Monate langen Schließung rechnen.

 

Artikel vom 31.08.2010 © Eßlinger Zeitung

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