Schildbürgerstreich: Stadt stellt Straßenschild falsch auf

UHLBACH: Nach Unfall wird altes Schild „Hinter der Kelter“ erneuert

(ale) - Bei einem Unfall wurde das Straßenschild der Trollingerstraße und der Straße „Hinter der Kelter“ umgefahren. Nun hat die Stadt das Verkehrszeichen direkt neben dem Weinbaumuseum erneuert. Aber wie zuvor zeigt es für den Bereich Hinter der Kelter in die falsche Richtung - zum Ärger der Uhlbacher.

 

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Die Bürokratie mahlt langsam, das ist hinlänglich bekannt. Meist ist sie aber auch sehr unflexibel und weicht nur ungern von alten Richtlinien und Vorgaben ab. So rieb sich in dieser Woche mancher Uhlbacher verwundert die Augen als das Straßenschild für die Trollingerstraße aber auch für die Straße Hinter der Kelter direkt neben dem Weinbaumuseum am Uhlbacher Platz erneuert wurde. Vor wenigen Wochen hatte ein Reisebus dieses beim Rangieren umgefahren. Denn schließlich wurde es wieder exakt gleich erneuert. Das Problem: Der Hinweis auf die Trollingerstraße ist richtig und zeigt in die richtige Richtung, hingegen deutet der Verweis auf die Straße Hinter der Kelter in eine falsche Richtung. Er zeigt einfach zum Parkplatz zwischen dem Weinbaumuseum und dem Gasthaus Löwen. Hingegen beginnt die Straße erst über 50 Meter weiter. Eine offizielle Durchfahrt ist der Parkplatz zudem nicht. Vielmehr erfolgt die Einfahrt in die Straße Hinter der Kelter über die Herrengasse, die auf der anderen Seite des Weinbaumuseums im Uhlbacher Platz mündet. „Man wird einfach in die falsche Richtung geleitet“, ärgert sich ein Uhlbacher. Hinweise auf dieses Problem wären seitens der Stadt bislang nicht berücksichtigt worden. „Das kostet schließlich auch Geld“, versteht er. Dass nun aber nach dem Unfall das Schild wieder identisch erneuert wird, versteht er hingegen nicht. „Das ist ein Schildbürgerstreich.“

„Es hätte sicher Sinn gemacht dies bei der Erneuerung nun zu berücksichtigen“, ist auch Bezirksvorsteher Peter Beier überzeugt. Vor allem für ortsfremde Besucher, die am Wochenende ins Weinbaumuseum oder in den idyllischen Wengerterort strömen, sei dies missverständlich. „Wir werden das noch einmal überprüfen“, verspricht Monika Dietmann von der Verkehrsbehörde mit dem federführenden Stadtmessungsamt Kontakt aufzunehmen. Die Erschließung über den Parkplatz sei nicht unbedingt gewollt. Sie kann sich somit vorstellen das Straßenschild um 20 Meter zu versetzen und mit einem Pfeil zu versehen. „Wenn nötig auch noch einmal mit einem Verweis auf die Gebäude“, erklärt Dietmann, „damit es dann in Zukunft wirklich eindeutig ist“.

Artikel vom 17.12.2009 © Eßlinger Zeitung

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