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Travertin wird zum Park

BAD CANNSTATT: Neuer Naturraum geplant

  Der ehemalige Travertin-Steinbruch über dem Neckartal soll zum parkartigen Naturraum werden. Foto: Hermann
 

Der ehemalige Travertin-Steinbruch über dem Neckartal soll zum parkartigen Naturraum werden. Foto: Hermann

 
(ch) - Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Teilnehmer des geführten Spaziergangs „Vom Sauerwasser zum Travertin“ gestern beim Abschluss der Wanderung vom Travertinpark aus einen traumhaft schönen Blick über das Neckartal genießen.

In gemütlicher Runde wanderte die interessierte Gruppe im Rahmen des Aktionstages „Unser Neckar“ gestern unter der Leitung von Georg Schiel, dem Leiter des Gartenbauamtes Bezirk Neckar und Hermann Degen vom Stadtplanungsamt vom Kursaal entlang des Neckars zum Travertinpark. An interessanten Themen mangelte es nicht, denn bereits beim Treffpunkt am Kursaal und dem anschließenden Weg durch den Kurpark standen natürlich die berühmten Cannstatter Quellen und deren Ursprünge und historischen Hintergründe im Mittelpunkt der informativen Wanderung.

Auf sehr gemütliche, gleichzeitig auch fachlich sehr fundierte Weise, führten die beiden Vertreter der Stadt die immer wieder neue Fragen stellende Gruppe auch entlang des Neckarufers, um hier gerade im Bereich der Vegetation die positiven Veränderungen der Naturschutzmaßnahmen der vergangenen Jahre aufzuzeigen. Abschluss war im hoch über dem Neckartal gelegenen Travertinpark. Schiel und Degen führten die Spaziergänger hier in passender Umgebung in die für Bad Cannstatt bedeutende Wirtschaftshistorie der Travertin-Steinbrüche ein, über die sie zahlreiche interessante Details berichten konnten.

Thema war natürlich aber auch die geplante künftige Umgestaltung in einen parkartigen Naturraum. Schiel informierte die Spaziergänger zudem über ein weiteres interessantes Projekt, das in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Steinbruchs in nächster Zeit starten soll. Auf einem umzäunten Gelände am Rande des Steinbruchs soll Familien, die im Gebiet Hallschlag wohnen, durch ein sogenanntes „Grabeland-Projekt“ die Möglichkeit gegeben werden, kleinere Grundstücke eigenständig zu bewirtschaften zu können, bestimmte Einrichtungen sollen dabei aber auch gemeinschaftlich genutzt werden.

 

Artikel vom 22.06.2009 © Eßlinger Zeitung

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