SPD warnt vor ICE-Brücke im Neckartal
ESSLINGEN: Kritik an Projektgegnern und „höchst problematischer Alternative“
Gegner des Bahnprojektes bringen während ihrer Proteste immer wieder eine alternative Sanierung des Stuttgarter Bahnknotens und damit eine Ertüchtigung des bestehenden Kopfbahnhofes („K21“) ins Spiel. „Die Vorschläge zu dieser Alternative sind aber gerade aus Esslinger Sicht höchst problematisch“, meint Matthias Schröer, Vorsitzender der SPD Esslingen. Die Vorschläge zu „K21“ ähnelten der sogenannten „Lean-Variante“ der Bahn AG, die bereits 1996/97 zusammen mit Stuttgart 21 in einem Raumordnungsverfahren geprüft worden sei. Schröer: „Je nachdem, für welche Variante sich die Bahn entscheiden würde, hätte das für Esslingen möglicherweise zur Folge, dass bei Mettingen eine aufgeständerte, acht Meter breite ICE-Trasse mit 14 Meter hohen Brückenbauwerken über das Ackerland in der Breite und dann in einen Tunnel hinauf bis zu den Fildern führt.“ Wer solche Pläne befürworte, nehme für das Neckartal und vor allem für Esslingen eine zusätzliche Lärmbelastung im Tal und auch in den Höhenlagen Esslingens, Obertürkheims und Hedelfingens in Kauf. Dazu eine Verschandelung der Landschaft sowie gegebenenfalls die Zerstörung der Gemüseanbau- und Grünzone zwischen Pliensauvorstadt und Mettingen/Weil/Brühl. Das sei mit der SPD nicht zu machen.
Weiter kritisieren die Sozialdemokraten die Esslinger Grünen. Sie erweckten in der Öffentlichkeit den Eindruck, Stuttgart 21 könne noch verhindert werden. Gleichzeitig betone Silke Krebs, Landeschefin der Grünen, ihre Partei werde nicht mit dem Versprechen in den Landtagswahlkampf gehen, Stuttgart 21 sei noch zu stoppen. Für Esslingens SPD ist die Gefahr groß, „dass ein Aufgeben des Projekts Stuttgart 21 den dringend notwendigen Ausbau der Bahninfrastruktur auf lange Zeit unmöglich machen würde“. Das sei auch für den Wirtschaftsstandort Region Stuttgart schädlich.



Artikel kommentieren